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Chess GirlsCamp Niedersachsen 2004
Das Schach-Spaß-Wochenende für Mädchen
Die vierte Auflage des Projektes Chess GirlsCamp fand am Wochenende vom 18. bis 20. Juni 2004 in Bad Iburg statt. Achtunddreißig Mädchen durften ein Schach-Spaß-Wochenende erleben, dass sie sicherlich so bald nicht vergessen werden.
Das Zusammenführen von schachspielenden Mädchen und deren noch nicht schachspielenden Freundinnen ist die Idee des Chess GirlsCamp. Dazu wurden Vereins- oder Schulschachspielerinnen im Alter von 8 bis 16 Jahren eingeladen. Sie sollten allesamt eine Freundin gleicher Altersgruppe mitbringen, die noch kaum Bezug zum Schachsport hat. Ein abwechslungsreiches Programm soll dann dafür sorgen, dass die Mädchen sich untereinander besser kennenlernen und alle einen spaßigen Einblick in das Schachgeschehen bekommen.
Am Freitag Abend traf man sich in der Jugendherberge Bad Iburg am Teutoburger Wald erstmals zu einem gemeinsamen Abendessen. Einige der insgesamt 38 Mädchen kannten sich bereits und bezogen schnellstens Ihre Zimmer. Die Stimmung war gut und mit einer gemeinsamen Interviewrunde bekam man einen ersten groben Überblick über die Teilnehmerinnen. Die zahlreiche darauf folgenden Kennenlernspiele, wie z.B. das Zip-Zap-Spiel halfen dann dabei, die Namen einzuprägen und erste Bekanntschaften zu erleichtern. Der erste Abend endete dann auch schon für die Teilnehmerinnen die sich schnell in Ihre Zimmer verkrochen um Musik zu hören und sich miteinander zu unterhalten.
Am Samstag ging es schnurstracks an die Schachbretter, die wie so oft an diesem Wochenende die Welt bedeuteten, denn Training war angesagt. Die „Neuen“ bekamen erstmal, bei Bedarf die Regeln beigebracht. Ramona und Germaine, die spielstärksten Teilnehmerinnen, halfen stark mit und übernahmen jeder eine Gruppe mit Schachanfängern. Sogar der Umgang mit der Schachuhr und die Partienotation wurden erlernt. Der Rest der Gruppe wurde in spielstärkegerechte Gruppen eingeteilt und absolvierte ein lockeres Training, dass von Franziska, Thorsten und Martin durchgeführt wurde. Dieses Training wurde zwischendurch durch Tabu oder sonstigen Gesellschaftsspielen aufgelockert, und dann gab es auch schon das Mittagessen.
Frisch gestärkt konnten die Mädchen dann ihr Schachkönnen gegen die Niedersächsische Jugendspitzenspielerin Franziska Seeger im Simultan beweisen. Hierbei erreichten die Kids insgesamt 2,5 Punkte wovon Germaine sogar einen Sieg davontragen konnte. Nach einer kurzen Verschnaufpause wurde es dann richtig ernst für die Teilnehmerinnen, denn das Hauptturnier begann. Um das Abendessen herum wurden die ersten vier Runden gespielt, in denen sich die Mädchen in ihren 2er-Teams messen durften. Selbst das von allen als sehr langweilig befundene Europafußballmeisterschaftsspiel der Deutschen Nationalmannschaft gegen die Letten, dass schließlich auch 0:0 endete, konnte die Stimmung nicht trüben und man kam dann recht schnell zum Höhepunkt des Abends, dass eigentlich eine kleine Kinovorführung werden sollte. Doch wie so oft, spielte die Technik uns dabei einen Streich, was nachher zu einem großen Segen wurde, denn Thorsten zauberte mehrere Spiele aus dem Ärmel an denen alle viel Spaß hatten und der eine oder andere bestimmt noch lange mit einem Schmunzeln im Gesicht zurückdenkt. Der Abend klang dann mit einer doch länger als geplanten Nachtwanderung aus, die quer durch den Wald bis hin zur Burg Iburg und wieder zurück ging und dabei leider nur selten gute Schreckmomente zuließ.
Am Sonntag spielten die Mädchen in den letzten vier Runden das Siegerteam aus, wobei sich erst kurz vor Schluß, durch einen Patzer des lange führenden Teams, doch noch Mira Lauhoff und Lisa Werner durchsetzen konnten. Den zweiten Platz erreichten Ramona Scholz und Sabine Schmidt und schließlich Dritter wurden die Favoritinnen Germaine Kickert und Jennifer Rülke. Zum Abschluss gab es noch die Siegerehrung, bei der die Mädchen stolz ihre Leistungen den Eltern präsentieren konnten. Die Preise und Siegerpokale überreichten Thorsten Haber und der extra dafür früher angereiste erste Vorsitzende der Niedersächsischen Schachjugend Jan Salzmann.
Alle Teilnehmerinnen haben ein witziges Schachspaßwochenende hinter sich gebracht und konnten mit einem großen Haufen neuer und schöner Schacherfahrungen nach Hause fahren.
Veranstaltet wurde dieses Projekt durch die Deutsche Schachjugend. Großer Dank gebührt der Niedersächsischen Schachjugend – namentlich Thorsten Haber, Franziska Seeger, Jan Salzmann und Frank Pfeiffer - für die großartige Kooperation und Romy Siebert für die glänzende Betreuung! Der letzte aber natürlich größte Dank geht an alle Teilnehmerinnen, die uns so viel Spaß gebracht haben. Es war ein sehr gelungenes Wochenende und eine Wiederholung im nächsten Jahr ist von der Niedersächsischen Schachjugend schon in Planung!Martin Wojdyla, Referent für Mädchenschach der DSJ
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